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Saison 2025 Throwback


Ein persönlicher Höhepunkt: Mit meinem vierten Rang im Doppelzweier an der Weltmeisterschaft zusammen mit Fabienne habe ich meine bisher beste WM-Platzierung erreicht. Dieser Erfolg ist nicht nur das Resultat harter Arbeit, sondern auch Ausdruck der Freude, die ich mehr denn je am Rudern empfinde. Zu erleben, wie man sich von Rennen zu Rennen steigert, gibt enormen Antrieb. Über die Ziellinie zu fahren und zu wissen, dass jeder Schlag gesessen hat, ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl. Die Reise nach LA2028 hat begonnen :)


Ein Winter zum Auftanken und zum Neuanfang: Nach dem Pariser Olympiazyklus wusste ich, dass ich frische Luft brauche, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Der Herbst und Winter standen ganz im Zeichen des Alternativtrainings. Skitouren, Wandern, der Engadin Skimarathon und viele Stunden in den Bergen haben mich körperlich wie mental enorm gestärkt. Diese Auszeit hat mir geholfen, den Kopf freizubekommen und mit neuer Freude am Sport die Basis aufzubauen.


Zurück zum Wesentlichen und zur Technik: Rudertechnisch habe ich wieder bei null begonnen und an den Grundlagen gearbeitet, Schlag für Schlag. Was oft unscheinbar wirkt, ist im Spitzensport entscheidend: Genau in diesen Wintermonaten wird das Fundament gelegt, das eine Saison trägt. Und so war es auch dieses Jahr. Mit meinem neuen Coach Alexis Besançon, der seit März 2025 Teil unseres Teams ist, und der sportwissenschaftlichen Begleitung durch Allison habe ich ein Setup gefunden, das perfekt zu mir passt. An den kaderinternen Trials im April konnte ich mich als zweitbeste Schweizerin positionieren. Ein wichtiger Schritt für die weitere Saison.


Von der EM bis zur WM und immer weiter nach vorne: Die Saison startete im Doppelvierer. Mit Lisa, Olivia und Nina holten wir an der EM in Plovdiv den Sieg im B-Final und damit den siebten Schlussrang. Danach wollte unser Coach die schnellste Kombination für den weiteren Saisonverlauf finden, und so wechselte ich in den Doppelzweier mit Fabienne. Am Weltcup in Varese wurden wir trotz meiner Rückenprobleme Fünfte und am Weltcup in Luzern gewannen wir das B-Final vor Schweizer Kuhglocken und Heimfan-Unterstützung. Ein Gänsehautmoment. Nachdem wir leider den Fotofinish für den Finaleinzug nicht für uns entscheiden konnten, war dies eine Genugtuung. Ein besonderes Highlight des Trainings war das Höhentrainingslager in Vichy. In simulierten Höhenbedingungen zu trainieren war neu und unglaublich wirkungsvoll. Nach dem dreiwöchigen Trainingscamp konnte ich endlich (nach 4 Jahren) meine persönliche Bestzeit auf dem Ruderergometer knacken: eine Zeit von 6:53.0! An der WM in Shanghai waren Fabi und ich physisch und mental fit und konnten unser bestes Rennen abliefern. Es ist noch Luft nach oben da und genau das motiviert mich riesig. Etwas das wirklich gut tut: Ich habe mich mental so weiterentwickeln können, dass ich an der Startline stehe und voll im Moment bin. Neben dem Doppelzweier startete ich an der WM auch in der neuen Kategorie des Mixed-Achters und wir belegten den 7. Schlussrang. Es war sehr spannend, mit Männern zu rudern und dabei im Riemen zu fahren, besonders da wir dies nur am Vortag trainiert hatten. Es war also ein richtiges Teamevent und noch nicht so ernsthaft im Hinblick auf das Training. Übrigens haben sieben der neun Athletinnen und Athleten eine Mitgliedschaft im Seeclub Luzern! Die WM in Shanghai und alles drum herum war eine aussergewöhnliche und bereichernde Erfahrung.


Drei Schweizermeistertitel und viel Teamspirit: Mit dem Seeclub Luzern durfte ich dieses Jahr gleich drei Schweizermeistertitel feiern. Im Doppelzweier, im Doppelvierer und im Vierer ohne. Für meinen Heimatclub zu starten ist jedes Mal eine besondere Freude.


Weiter geht es: Nach einer kurzen Pause im Herbst haben wir das Training in Sarnen wieder aufgenommen. Es tut gut, zurück im Team zu sein und gemeinsam das grosse Ziel weiterzuverfolgen.

 
 
 

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